Donnerstag, 10. September 2009
Child Modelling
Ich würde mich gern engagieren. Ich suche einen Verein, mit dem ich, ohne religiös zu sein, ohne für einen Verfassungsbruch zu sein, ohne Pädophile nur ob ihrer Natur zu verachten, ohne die Todesstrafe für Kinderschänder oder überhaupt für irgendwen zu befürworten und ohne irgendwelchen Wirtschaftlichen Interessen zu Folgen, gegen den Missbrauch des Child Modellings vorgehen kann.

Zum Hintergrund: Einige wissen bereits, dass ich mich in letzter Zeit stark mit der Kinderpornografie im Netz beschäftige, was nicht heißt, dass ich danach suche. Vielmehr geht es um die Ansichten dazu. Bei meiner Recherche stieß ich auf eine ganze Menge Mist, darunter sogenanntes Child Modelling. Natürlich ist grundsätzlich nichts gegen Kindermodells einzuwenden, auch nicht in Unterwäsche, aber Posen die bisweilen gezeigt werden haben nichts mehr mit Modelling zu tun.
Man stelle sich das bei einem Kind vor und weiß wovon ich spreche.

Die Persönlichkeitsrechte der Kinder werden ausgenutz und gebrochen, insbesondere wenn die Bilder entwendet und unter eindeutig sexuell intendierten Begriffen veröffentlicht werden. Ich spiele selten den Moralapostel aber wenn man überall aus irgendwelchen seltsamen Gründen aktiv für den Kinderschutz wird, siehe "Killer"spiele, siehe die fragwürdigen Aktionen von jugenschutz.net gegen Klopfer, warum wird dann hier nichts getan?

Hat jemand ne Idee, wo ich mich melden kann? Ideen bitte an meine Beschwerdeadresse, falls man sich nicht anmelden will (siehe Impressum).

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Mittwoch, 19. August 2009
Wollt ihr Medien mich verarschen?
In den Medien berichtet man gerade wie ein Gerichtsmediziner sich dafür entschuldigt, dass er Oduktionsfotos eines leipziger Mädchens zeigte - in einem Gerichtssaal. Natürlich mag sowas schwer für Angehörige zu fassen sein. Aber was hatten sie denn erwartet? Ganz zu schweigen von dem Rest der rund 100 Prozessbeobachter (um nicht zu sagen Schaulustigen) die einmal mit der Wirklichkeit des Verbrechens statt mit Barbara Salesch und CSI konfrontiert wurden. Niemand hat hier das Recht, dem Mediziner etwas vorzuwerfen. Bei meinem Erste Hilfe Kurs wurden uns auch die Fotos von Unfallverletzten gezeigt. Mach ich dem Leiter deswegen Vorwürfe?

Dann stellt sich die Frage warum überhaupt so ein großes Interesse an dem Fall besteht. Letztlich ist "Michelle" nur ein weiteres der wenigen Opfer solcher Taten. Das Interesse daran haben erst die Medien so hochgespielt, dieselben, die jetzt dem Gerichtsmediziner seine Arbeit vorwerfen. Und wer war es nochmal, der Bilder diverser Flugzeugabstürze oder die Fotos der Opfer von Winnenden zeigte?

Es stellt sich die Frage ob das riesige Interesse der Öffentlichkeit am Schicksal des Mädchens die Angehörigen nicht mehr belastet als diese Fotos.

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Sonntag, 16. August 2009
Ein Preis, sobald mir einer einfällt.
Ich muss mir dringend einen Preis einfallen lassen, denn ich lese im Netz nicht immer nur absoluten bullshit. Klopfer schrieb kürzlich diesen Kommentar als Antwort auf die typische BILD-Moral eines der Kommentatoren (diese Hetze heißt übersetzt so viel wie Kriminelle verwirken ihre sämtlichen Rechte durch ihre Taten), der Täter in den kürzlich vom BKA auf Kurzweil veröffentlichten kinderpornografischen Bilder / Videos hätte seine Rechte verwirkt:

"Nein, hat er nicht. Eben darum geht's doch. Menschenrechte dürfen nicht zum Privileg für Leute werden, die eh nie mit dem Gesetz in Konflikt kommen.
Bis zu seiner Verurteilung hat er als unschuldig zu gelten. Und auch nach seiner Verurteilung obliegt die Strafe dem staatlichen Vollzugssystem, nicht der Allgemeinheit. Stell dir mal vor, wie toll du Selbstjustiz finden würdest, wenn dich jemand umlegen will, weil du etwas getan hast (oder er auch nur glaubt, dass du es getan hättest), was er total widerlich findet. Selbstjustiz nur in bestimmten Fällen okay zu finden geht auch nicht. Entweder du bist dafür, dass die Menschen Kinderschänder, Cannabisverkäufer und Ladendiebe erschießen dürfen, oder du bist dagegen. Bei der Selbstjustiz entscheidet jeder für sich, welche Strafe er dem anderen für welche (angeblichen) Taten zufügen möchte. Eben deswegen heißt es ja "Selbstjustiz". Das hat dann mit allgemein gültigem Recht nichts mehr zu tun, und das ist beängstigend.
Menschenrechte nur für die, die uns sympathisch sind, sind keine Menschenrechte mehr."


(http://www.klopfers-web.de/aktuell.php?action=detail&nr=515)

Klopfer trifft, wie übrigens sehr oft, den Nagel auf den Kopf. Ein gravierendes Fehlverständnis bei den Leuten scheint immer wieder glauben zu machen, dass Kriminalität dazu führt, dass man zur Zielscheibe der Öffentlichkeit wird. Das korrupte Gerechtigkeitsverständnis zum Beispiel von BILD-Autoren, die dieses Argumentation immer wieder zu vertreten versuchen (über den Rückgriff auf den veralteten Begriff "Person des Zeitgeschehens", ist nicht zuletzt Mitursache für Selbstjustiz sowie Misserfolge bei der Resozialisierung.

Ich finde, Klopfer verdient Lob für diese Aussage hiermit getan.

Übrigens verscherbelt er gerade einiges von seinem alten Zeug, weil er Geld braucht, oder so: ich sage mal:
http://www.klopfers-web.de/aktuell.php

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Sonntag, 28. Juni 2009
Michael Jackson ist tot - viele andere auch
Ich war nie ein besonders großer Michael Jackson Fan, sowie ich nie von einer Person ein besonders großer Fan bin. Man mag mir also dieses Unverständnis verzeihen.

Warum bitte muss man tagelang öffentlich trauern? Im Iran werden auf offener Straße Leute erschossen und wir trauern tagelang auf den Straßen um Michael Jackson? Eben hieß es noch: "der Iran unterdrückt sein Volk" und plötzlich heißt es: "Scheißegal! Denn Michael Jackson ist tot!" ?

Wir dürfen diese Leute nicht über Michael Jacksons Tod vergessen.

Also bitte, liebe Jacksonfans, zündet eine Kerze mit an - für die Opfer im Iran.

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Mittwoch, 24. Juni 2009
Über den Sinn von Trennung
Dieser Beitrag steht für die Frage über Sinn und Unsinn von Dezentralisierung, bzw. von eigenständigen Kompetenzen der Länder

So stellt sich zum Beispiel die Frage, welchen Vorzug die unvergleichbaren Lehrpläne haben. Warum haben wir kein einheitliches Bildungsystem? Warum kann man die Bauleitplanung nicht zentral steuern?

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Dienstag, 23. Juni 2009
Ist es nicht eine Ironie?
Momentan geschieht etwas im Iran. Die Regierung sperrt die Welt vom Geschehen aus - mit dem chinesischem Argument (zum Schutz der Journalisten). Doch aus dem Iran erreichen uns dennoch Bilder und Nachrichten. Die Iraker schaffen das über soziale Netzwerke ... Twitter, Facebook, Youtube. Kurz gesagt, über das Internet.
Ist es nicht eine Ironie? Unter dem Deckmantel der Kriminalitätsbekämpfung wird gerade genau das angegriffen, was wir zum gleichen Zeitpunkt besonders schätzen lernen.

Versetzen wir uns einmal geistig in die Lage eines Aufstandes. Die Aufständischem demonstrieren auf den Straßen Berlins. Es kommt zu Ausschreitungen. Ob nun durch die eingreifende Polizei oder die Aufständischen selbst kann niemand feststellen, denn Bundeskanzler Schäuble und Vizekanzlerin von der Leyen haben zum Schutz der Journalisten Ausgangssperren verhängen lassen. Im Ausland hofft man auf Meldungen aus der Bundesrepublik, im Inland hofft man auf Hilfe aus dem Ausland.

Doch nichts geschieht.

Stattdessen: http://blog.docx.org/wp-content/uploads/2009/04/stopp.png

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Montag, 22. Juni 2009
Über Herrn Tauss
Aus einer Pressemitteilung der Piratenpartei:

Im Vorfeld der Debatte um Internetsperren ist gegen Herrn Tauss eine staatsanwaltliche Ermittlung begonnen worden, die den Besitz von kinderpornografischem Material umfasst. Wir wissen, dass auch Herr Zierke und Frau von der Leyen kinderpornografisches Material gezeigt und in dieser Debatte als 'Argument' gegen den Standpunkt von Herrn Tauss vorgeführt haben. Solange in dieser Sache gegen Herrn Tauss keine Verurteilung erfolgt, hat die Piratenpartei keinen Anlass, an seiner Unschuld und moralischen Integrität zu zweifeln.




Ich sehe das genauso, zumal sich Staatsanwaltschaft und BILD große Mühe gegeben haben, das ganze möglichst öffentlichkeitswirksam zu inszenieren, was mir ziemlich gegen den Strich geht. Das ist einfach unwürdig für so eine Behörde.

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Zwischen gut und böse
Ich halte mich für einen guten Menschen. Nicht restlos, doch auf der Seite des Guten. Nun kann man natürlich die Frage stellen, was eigentlich gut ist? Für mich ist jedenfalls das gut, was nicht böse ist. Und was ist böse für mich? Das einzige Verhalten, was ich wirklich für böse halte, ist dasjenige, welches nur einem selbst einen Vorteil bringt und dabei einem anderen Schaden zufügt. Jemand der dies wissentlich und vorsätzlich tut, handelt meiner Ansicht nach böse. Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, so etwas als Erwachsener je getan zu haben.
Doch warum eigentlich? Erziehung ist kein Garant für so eine Entwicklung. Meine Schulzeit hätte mich genauso gut anders prägen können, denn öfter geärgert zu werden, kann sich unterschiedlich ausprägen. Ich bin auch kein zwanghaft moralischer Mensch, es ist also nicht so, dass ich unbedingt gut sein möchte. Was also machte mich dazu? Keine Ahnung. Ich schätze, ich habe mich einfach entschieden. Und ich könnte genauso gut abgrundtief böse sein.

Doch was hält mich beim Guten? Ich habe für mich etwas anerkannt. Professor Gröschner erleuterte uns im ersten Semester, dass die Gerechtigkeit als Leitstern für die Jurisprudenz dient. Dem folge ich. Recht soll auf die Gerechtigkeit hinarbeiten, denn so stelle ich mir eine funktionierende Welt vor. Doch wenn ich mir Ansehe, was die große Koalition in letzter Zeit so treibt, kommen mir ernsthafte Zweifel am Rechtsstaat. Onlinehausdurchsuchungen, Killerspielverbot, Internetzensur. Und zum ersten Mal erlebe ich meine Hilflosigkeit, denn die Regierung legt diktatorisches Verhalten an den Tag. Über 134 000 Menschen haben eine Petition online unterschrieben. Und sie wird nicht beachtet. Stattdessen betreibt man Krieg gegen die Petenten. Gegen Onlinehausdurchsuchungen zieht man vor das Bundesverfassungsgericht, die Richter weisen die Regierung zurecht und was geschieht? Erstmal nichts. Ein Politiker predigt öffentlich eine Verschärfung des Jugendstrafrechts und Warnschussarreste, entgegen allen kriminologischen Ergebnissen.

Warum hört uns die Politik nicht zu? Ist das wirklich noch Rechtsstaat? Manchmal drohe ich meinen Glauben zu verlieren. Doch irgendwie wäre mir das zu einfach.

Letztlich bleibt noch die Frage:
Wenn man für den eigenen Wahlkampf eine Einfallstor für Internetzensur aufbaut - ist das gut oder böse?
Und ist das instrumentalisieren von missbrauchten Kindern für den Wahlkampf nicht auch eine Form von Missbrauch?

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Samstag, 20. Juni 2009
Eine kleine Umfrage
Was führt zum dritten Weltkrieg?
Iranische Wahl
Nordkoreanische Atomwaffentests
Ursula von der Leyen

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Erstellt von xaerdys am 2009.06.20, 12:54.

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Donnerstag, 18. Juni 2009
Bildungsstreik
Ich streike nicht. Das liegt zum einen daran, dass ich mich um meine eigene Bildung kümmern muss, denn ich studiere noch auf Staatsexamen und zum anderen daran, dass die Proteste, wie eine meiner Komilitoninnen bemerkte, keinesfalls zielführend sind. Ich fühle mich ein bisschen wie in Woodstock. Ein Haufen leute sitzen draußen herum und tuen nichts. Einige besitzen die Frechheit die Studenten, die studieren wollen mit Sprüchen wie "Du gehst in die falsche Richtung" aufhalten zu wollen. Welche Art Protest ist das? Auf der einen Seite tritt man für freie Bildung ein, auf der anderen verwehrt man sie den Mitstudenten? Was bleibt wenn die Studenten am abend nach Hause gehen ist eine ganze Menge Müll auf dem Campus. Letzteres ist eine Schande.

Auf der anderen Seite stehen die Bildungs- und Wissenschaftsminister. Man meint in Baden-Württemberg , es gäbe keinen Nachholbedarf, was zu bezweifeln ist, und die Bildungsministerin spricht von einem europäischen Bildungsraum, aus dem man nicht ernsthaft austreten wollen könne.
Doch man kann. Die Konferenz von Bologna war nichts, als eine Konferenz, kein völkerrechtlicher Vertrag. Mehrere Stimmen, insbesondere auch ausländische Unternehmer, haben bestätigt, dass das Diplom ohne Schwierigkeiten anerkannt wurde. Sowohl deutsche Ingenieure als auch deutsche Juristen wurden früher hoch angesehen. Und im Zuge eines einheitlichen europäischen Bildungssystems schwächen wir unsere Studiengänge ab? Es gab in der Bundesrepublik Deutschland nie einen Bedarf für das Bachelor-Master-System und nie einen für Module, als behaupten wir nicht, dass wir keine Wahl hätten.

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